Bandwürmer beim Hund

Bandwürmer sind im Darm eines Hundes lebende Parasiten, die sich von Blut ernähren. Hunde infizieren sich mit Bandwurm-Larven (Finnen) durch die Fütterung von rohem Fleisch, das Fangen von Mäusen oder über Flöhe, die bei der Fellpflege heruntergeschluckt werden. Der Bandwurm setzt sich im Darm des Hundes fest, ernährt sich von Blut und pflanzt sich fort, indem er immer neue Glieder (Proglottiden) produziert, die seine Eier enthalten. Bandwürmer erreichen, je nach Art, auf diese Weise eine Länge von mehreren Metern. Es gibt jedoch auch sehr kleine Bandwürmer (wie den Fuchsbandwurm), die nur wenige Millimeter groß sind. Anzeichen für einen Befall des Hundes mit Bandwürmern können Durchfall, Blutarmut oder eine Darmentzündung sein. Bei einem Massenbefall des Darms mit Bandwürmern kann es außerdem zu einem Darmverschluss kommen. Der Hundehalter kann in unregelmäßigen Abständen im Kot des Hundes kleine, reiskornartige Partikel finden, die sich bewegen. Es handelt sich um ausgeschiedene Bandwurm-Glieder, die Bandwurm-Eier enthalten. Diese verursachen unter Umständen auch einen Juckreiz am Darmausgang des Hundes. Der Hund reagiert häufig mit dem sog. „Schlittenfahren": Der Hund rutscht hierbei mit dem Po über den Boden. Eine eindeutige Bandwurm-Diagnose kann ein Tierarzt stellen und den Parasiten mittels Labor-Untersuchungen des Kots nachweisen. Meist bekommt der Hund vom Tierarzt eine Wurmkur. Es handelt sich um ein spezielles Medikament, welches die Würmer im Darm des Hundes abtötet. Es ist ratsam, die Wurmkur beim Hund vorsorglich alle drei bis sechs Monate durchzuführen, häufiger bei besonders gefährdeten Hunden (z.B. Jagdhunden). Leidet der Hund öfters unter Wurmbefall, kann eine regelmäßige Überprüfung des Kots durch einen Tierarzt sinnvoll sein.
Menschen können sich ebenfalls mit Bandwürmern infizieren. Die Würmer können beim Menschen Organe schädigen und gefährliche Erkrankungen hervorrufen. Um eine Ansteckung des Menschen über den Hund zu verhindern, sind regelmäßige Wurmkuren, die Bekämpfung von Flöhen und der Verzicht auf die Verfütterung von rohem Fleisch wichtig.

 

 

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Weiterführende Informationen

Autor: Stefan Brenner
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum: September 2010
Quellen:
Kübler, H.: Quickfinder Hundekrankheiten. GU Verlag, München 2009
Suter, P.F., Kohn B.: Praktikum der Hundekrankheiten. Parey Verlag, Berlin 2006
Wienrich, V.: Das große Buch der Hundekrankheiten. Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart 2008

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Letzte Aktualisierung: 22.01.2012   |    Seite drucken seite drucken    empfehlen seite versenden 
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