Epilepsie beim Hund

Die Epilepsie („Fallsucht") beim Hund ist eine Erkrankung des Gehirns, die unkontrollierte Krampfanfälle auslöst. Grund sind plötzliche Entladungen von Nervenzellen im Gehirn. Es gibt verschiedene Epilepsie-Ursachen; neben der angeborenen Epilepsie, die möglicherweise erblich bedingt ist, können eine Gehirnhaut-Entzündung, Tumoren, Verletzungen, Stoffwechsel-Erkrankungen, Hormonstörungen und Vergiftungen zu epileptischen Krampfanfällen führen. Die epileptischen Anfälle können im Abstand von wenigen Tagen, manchmal aber auch im Abstand von einigen Monaten auftreten und ein paar Minuten oder länger andauern.

Der Hund wird beim epileptischen Anfall plötzlich starr, streckt die Gliedmaßen weit von sich, verkrampft, zuckt, verdreht den Kopf, beißt evtl. um sich, bekommt einen starren Blick, nässt und kotet ggf. ein, speichelt stark („Schaum vor dem Maul") und kann bewusstlos werden. Je nach Heftigkeit des epileptischen Anfalls kann es einige Minuten bis Stunden dauern, bis der Hund sich von dem Anfall erholt hat. In dieser Zeit können Hunde sich unruhig, ängstlich oder aggressiv verhalten. Hunde reagieren oft schon Minuten bis Stunden vor einem epileptischen Anfall ängstlich und suchen die Nähe zu ihrem Halter.

Ein Tierarzt kann die Epilepsie-Diagnose stellen und andere Krankheiten (wie Organerkrankungen, Hirntumoren) als Auslöser für die Krampfanfälle ausschließen (z.B. durch Labor-Untersuchungen, Computertomografie). Die Behandlung der Epilepsie richtet sich nach der Ursache und Schwere der Krampfanfälle. Eine angeborene Epilepsie muss beim Hund lebenslang behandelt werden. Die Anfälle lassen sich in vielen Fällen durch spezielle Medikamente (Antiepileptika) abschwächen. Bei epileptischen Anfällen, die durch eine andere Erkrankung ausgelöst werden, kann es zur vollständigen Heilung kommen, wenn die auslösende Krankheit erfolgreich bekämpft wird.

Bei einem epileptischen Krampfanfall ist es wichtig, alle Gegenstände aus dem Umfeld des Hundes zu entfernen, an denen er sich verletzen könnte. Für Notfälle (starke Krampfanfälle) kann der Tierarzt dem Hundehalter Clonazepam (als Zäpfchen oder Einlauf) mitgeben, um den Anfall abzumildern.

 

 
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Weiterführende Informationen

Autor: Stefan Brenner
Tierärztliche Qualitätssicherung: Pascale Huber, Tierärztin
Datum: September 2010
Quellen:
Kübler, H.: Quickfinder Hundekrankheiten. GU Verlag, München 2009
Suter, P.F., Kohn B.: Praktikum der Hundekrankheiten. Parey Verlag, Berlin 2006
Wienrich, V.: Das große Buch der Hundekrankheiten. Müller Rüschlikon Verlag, Stuttgart 2008

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Letzte Aktualisierung: 22.01.2012   |    Seite drucken seite drucken    empfehlen seite versenden 
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