Computertomografie (CT)

Definition: Was ist eine Computertomografie?

Die Computertomografie (kurz CT) ist eine Art Röntgen-Untersuchung, bei der Querschnittsbilder des Körpers, sogenannte Schichtaufnahmen, erstellt werden. Bei der Untersuchung liegt man in einem röhrenartigen Gerät. Die Röntgenröhre dreht sich im Kreis um den Körper herum und tastet ihn Schicht für Schicht ab, ohne ihn zu berühren. Auf der anderen Seite befindet sich ein Detektorsystem, das sich mitdreht und dabei die vom Körper abgeschwächte Strahlung aufnimmt. Ein Computer verrechnet die gemessenen Werte.

Wenn Strahlen in den Körper eindringen, werden sie abhängig von der Dichte des Körpergewebes in ihrer Intensität abgeschwächt. Knochen beispielsweise schwächen die Strahlung sehr stark ab. Auf dem CT-Bild erscheinen sie deshalb hell. Luft, zum Beispiel in der Lunge oder im Darm, hingegen verursacht nur eine geringe Abschwächung. Diese Bereiche im Körper sehen in den Computertomografie-Aufnahmen dunkel aus.


Durchführung: Wie wird die Computertomografie durchgeführt?


Das CT-Gerät sieht aus wie eine „Röhre“, in die man auf einer Liege hinein geschoben wird. Der Computertomograf fährt automatisch Schicht für Schicht die Bereiche des Körpers ab, die geröntgt werden sollen. Wegen der Röntgenstrahlung verlässt das Personal den Untersuchungsraum, aber man kann sich über eine Gegensprechanlage verständigen.

Während der CT-Untersuchung darf man sich möglichst nicht bewegen, denn sonst werden die Bilder unscharf. Die Computertomografie ist nicht schmerzhaft und dauert in der Regel etwa 30 Minuten. Manche Menschen fühlen sich allerdings ein wenig unwohl, weil die CT-Röhre relativ eng ist und es laut werden kann.

Manchmal spritzt der Arzt vor der Computertomografie ein Kontrastmittel in die Vene. Dadurch lassen sich bestimmte Organe oder Körperbereiche noch besser erkennen. Wenn der Bauch untersucht wird, kann es notwendig sein, Magen und Darm mit Kontrastmittel zur besseren Darstellung zu füllen. Dieses trinkt man dann vor der CT-Untersuchung, oder man bekommt es als Einlauf verabreicht.


Anwendungsgebiete: Was sind die Anwendungsgebiete der Computertomografie?

Mittels Computertomografie lassen sich einzelne Organe sehr gut bildlich darstellen. Auf dem CT-Bild erkennt der Arzt krankhafte Veränderungen an den Organen (zum Beispiel Tumoren) und kann beurteilen, wie weit sie sich ausgebreitet haben.

Vor allem bei der Diagnostik von Erkrankungen der inneren Organe und von Verletzungen, beispielsweise mit ausgedehnten Blutungen, ist die Computertomografie einer einfachen Röntgen-Untersuchung häufig überlegen.

Hierzulande verfügen fast jedes Krankenhaus und auch einige Arztpraxen sowie Röntgenpraxen über ein CT-Gerät. Die Untersuchung ist schnell und einfach durchzuführen, tut nicht weh und birgt – außer einer gewissen Strahlenbelastung – keine besonderen Gefahren. Die Computertomografie ist deshalb bei der Erkennung vieler krankhafter Veränderungen eine hilfreiche und sinnvolle Untersuchung.


Risiken und Komplikationen: Welche Risiken birgt eine Computertomografie?


Die Strahlenbelastung bei einer Computertomografie ist um ein Mehrfaches höher als bei einer normalen Röntgen-Untersuchung. Dennoch ist die Gefahr, dadurch Schaden zu erleiden, insgesamt sehr gering. Die Computertomografie ist teurer als eine Röntgen-Aufnahme oder eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie). Mit diesen Methoden lassen sich viele Krankheiten genau so gut, einige Krankheiten oder Veränderungen sogar besser, einfacher und schneller, erkennen. Die Computertomografie wird deshalb immer nur dann eingesetzt, wenn sie auch wirklich notwendig ist und ergänzt häufig die anderen Untersuchungen.

Manchmal wird vor einer Computertomografie ein Kontrastmittel verabreicht. Manche Menschen reagieren darauf allergisch. Bei Erkrankungen der Schilddrüse muss man vorsichtig sein mit jodhaltigem Kontrastmittel, da dies eine Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose) auslösen kann. Wie jede Röntgen-Untersuchung, sollte eine Computertomografie wegen der möglichen Strahlenbelastung für das Ungeborene nicht während einer Schwangerschaft durchgeführt werden.


 

 

Weitere Informationen

 

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Weitere Informationen zur Computertomografie

 

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction, www.medproduction.de
Datum: April 2008
Letzte Aktualisierung: Januar 2011
Aktualisiert durch: Dr. med. M. Waitz
Quellen:
Bücheler, B. et al.: Einführung in die Radiologie: Diagnostik und Interventionen. Thieme, Stuttgart 2006
Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2011
Jackson, S.A. et al.: CT, MRT, Ultraschall auf einen Blick. Urban & Fischer, München 2009


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Letzte Aktualisierung: 22.01.2012   |    Seite drucken seite drucken    empfehlen seite versenden 
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