Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)

Ursachen: Was sind die Ursachen von Gebärmutterkrebs?

Unter Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) versteht man die bösartige Entartung von Zellen des Gebärmutterkörpers, meist der Schleimhaut (Endometrium), welche die Gebärmutter von innen auskleidet. Risikofaktoren für Gebärmutterkrebs sind:


Es gibt zwei Typen von Gebärmutterkrebs:

  • Östrogenabhängige Karzinome (Typ I)
  • Östrogenunabhängige Karzinome (Typ II)


Gebärmutterkrebs ist hierzulande die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen – pro Jahr erkranken mehr als 11.500 Frauen an Gebärmutterkrebs. Durchschnittlich wird die Diagnose mit 69 Jahren gestellt. Anders als beim Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) gibt es für das Endometriumkarzinom keine methodische Früherkennung.


Beschwerden: Wie äußert sich Gebärmutterkrebs?

Gebärmutterkrebs zeigt anfangs kaum Symptome. Ein wichtiger Hinweis sind unregelmäßige Blutungen, vor allem wenn sie nach der Menopause auftreten. Außerdem kann es beim Endometriumkarzinom zu Schmerzen im Unterleib oder zu einer unerklärlichen Gewichtsabnahme kommen.


Diagnose: Wie wird Gebärmutterkrebs diagnostiziert?

Die ersten Untersuchungsschritte beim Verdacht auf Gebärmutterkrebs sind die gynäkologische Untersuchung und Tastuntersuchung, eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) sowie eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) mit Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie). Zur eindeutigen Diagnose schabt der Frauenarzt etwas Gebärmutterschleimhaut ab (Kürettage). Ist der Verdacht auf Gebärmutterkrebs bestätigt, werden weitere bildgebende Verfahren, zum Beispiel Computertomografie (CT), eingesetzt, um mögliche Tochtergeschwulste (Metastasen) frühzeitig zu erkennen. Zudem kann der Arzt das Blut auf Tumormarker untersuchen. Das sind bestimmte Stoffe, die von Tumorzellen gebildet werden und im Blut nachweisbar sind.


Behandlung: Wie kann Gebärmutterkrebs behandelt werden?

Die Therapie von Gebärmutterkrebs hängt von der Größe, Art und Ausbreitung des Tumors ab, sowie von dem individuellen Gesundheitszustand. Die Behandlung mit den größten Heilungsaussichten ist eine Operation, bei welcher der Arzt die Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter entfernt (Hysterektomie). Ebenso gehört die Strahlentherapie zu den wichtigsten Therapiemöglichkeiten bei einem Endometriumkarzinom. Bei fortgeschrittenem Gebärmutterkrebs kommen eine Chemotherapie oder gegebenenfalls eine Antihormontherapie zum Einsatz, um eine weitere Ausbreitung de Tumors zu verhindern.


Prognose: Wie ist die Prognose von Gebärmutterkrebs?

In einem frühen Stadium von Gebärmutterkrebs sind die Heilungschancen sehr gut. Je weiter der Krebs fortgeschritten ist, desto schlechter ist die Prognose, vor allem wenn sich der Tumor bereits auf Nachbarorgane ausgebreitet oder Fernmetastasen gebildet hat.


Vorbeugung: Wie kann man Gebärmutterkrebs vorbeugen?

Um Gebärmutterkrebs frühzeitig zu erkennen, ist es ratsam, regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen beim Frauenarzt wahrzunehmen. Ein geringeres Risiko an Gebärmutterkrebs zu erkranken haben Frauen, die hormonell verhüten (Anti-Baby-Pille, vor allem bei Östrogen-Gestagen-Kombinationen), mehrere Kinder geboren haben, sich gesund und fettarm ernähren und regelmäßig Sport treiben.

 

 

 

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Weitere Informationen zum Gebärmutterkrebs
Gebärmutterkrebs stellt für Betroffene meist einen Einschnitt ins Leben dar und wirft viele Fragen auf. Rat und Unterstützung bieten Krebsberatungsstellen und/oder eine psychoonkologische Betreuung sowie Selbsthilfegruppen. Oftmals gibt es vor Ort auch spezielle Krebssportgruppen.


Autor: Marie-Luise Lemberg, Dr. med. M. Waitz
medproduction, www.medproduction.de
Datum: Mai 2008
Letzte Aktualisierung: Dezember 2014

Aktualisiert durch: Simon Korn, Biologe

Quellen:
Braun, J. et al.: Klinikleitfaden Gynäkologie, Geburtshilfe. Urban & Fischer, München 2012

Deutsches Krebsforschungszentrum: www.krebsinformationsdienst.de (Abruf: 12/2014)
Deutsche Krebsgesellschaft: www.krebsgesellschaft.de (Abruf: 12/2014)
Deutsche Krebshilfe: Krebs der Gebärmutter und der Eierstöcke. Aus der Reihe "Die blauen Ratgeber" (Stand: 05/2013)
Gruber, S.: Basics Gynäkologie und Geburtshilfe. Urban & Fischer, München 2014
Interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (DKG) et al.: Diagnostik und Therapie des Endometriumkarzinoms. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 032/034 (Stand: 01/2008)
Robert Koch-Institut (Hrsg.): Krebs in Deutschland 2009/2010. Häufigkeiten und Trends. 9. Auflage. Robert Koch-Institut, Berlin 2013 

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Letzte Aktualisierung: 22.01.2012   |    Seite drucken seite drucken    empfehlen seite versenden 
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