Vor allem bei unregelmäßigem oder zu langsamem Herzschlag ist der Einsatz eines Herzschrittmachers sinnvoll. Die Elektroden des Herzschrittmachers überwachen den Sinusrhythmus und stimulieren den Herzmuskel, wenn dies nötig wird.
In schweren Fällen von Herzrhythmusstörungen (Notfall), die mit einem sehr schnellen Puls einhergehen, erhalten Betroffene einen Elektroschock (Defibrillation). Damit soll erreicht werden, dass sich der Herzschlag normalisiert.
Prognose: Wie ist die Prognose von Herzrhythmusstörungen?
Die Prognose von Herzrhythmusstörungen hängt von ihrer Ursache, der Grunderkrankung und Schwere ab. Die Bandbreite ist groß: Leichte, vorübergehende HRS ohne erkennbare Ursache haben eine sehr gute Prognose; schwere Arrhythmien können zu Herzschwäche (Herzinsuffizienz), zum Herzstillstand oder plötzlichen Herztod führen. Bei wiederholten Aussetzern des Herzschlags empfiehlt sich bei älteren Menschen die Implantation eines Herzschrittmachers, um Lebensqualität und Lebenserwartung zu erhöhen. Grundsätzlich ist es ratsam, bei Herzrhythmusstörungen immer einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären und rechtzeitig behandeln zu können.
Vorbeugung: Wie kann man Herzrhythmusstörungen vorbeugen?
Es empfiehlt sich, die Risikofaktoren und Ursachen für Herzrhythmusstörungen, wenn möglich, zu vermeiden. Eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung und körperlicher Bewegung sowie Entspannungstechniken gegen Stress können dabei ebenso hilfreich sein wie der Verzicht auf Nikotin und übermäßigen Alkoholkonsum. Wer unter Herzrhythmusstörungen leidet, sollte einen Arzt aufsuchen und die gegebenenfalls verordneten Medikamente regelmäßig einnehmen, um Komplikationen zu vermeiden.
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Weitere Informationen
Buchtipps
Weitere Informationen zu Herzrhythmusstörungen
Deutsche Herzstiftung e.V.: www.herzstiftung.de
Autor: Karin Wunder, Dr. med. M. Waitz
medproduction, www.medproduction.de
Datum: Juli 2008
Letzte Aktualisierung: März 2011
Aktualisiert durch: Miriam Lossau, Biologin
Quellen:
Greten, H. (Hrsg.): Innere Medizin. Thieme, Stuttgart 2010
Herold, G.: Innere Medizin. Selbstverlag, Köln 2011
Leitlinien zur rationellen Diagnostik und Therapie in der Pädiatrischen Kardiologie: Bradykarde Herzrhythmusstörungen. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 023/023 (Stand: 05/2004)
Lewalter, T. et al.: Notfall Herzrhythmusstörungen. Dtsch Arztebl 2007; 104(17): A-1172 / B-1045 / C-997
Mutschler, E. et al.: Arzneimittelwirkungen. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2008
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