Behandlung: Wie kann die Nebenhöhlenentzündung behandelt werden?
Therapeutisch kommen sowohl medikamentöse als auch operative Maßnahmen bei einer Nebenhöhlenentzündung in Betracht:
Medikamentöse Maßnahmen
Bei einer akuten Nebenhöhlenentzündung sorgen abschwellende Nasentropfen dafür, dass die Nebenhöhlen wieder besser belüftet werden und das Sekret abfließen kann. Schleimlösende Medikamente wirken unterstützend. Mit Hilfe kortisonhaltiger Nasensprays lässt sich zudem das Ausmaß der Entzündung vermindern. In bestimmten Fällen ist es zudem sinnvoll, Antibiotika (Bakterien-abtötende Medikamente) einzunehmen. Bei Allergien wirken sogenannte Antihistaminika.
Operative Maßnahmen
Wird durch die Medikamente keine dauerhafte Besserung der Nebenhöhlenentzündung erzielt oder besteht der dringende Verdacht von Komplikationen (zum Beispiel wenn sich die Entzündung in die Augenhöhle ausbreitet), sind operative Maßnahmen notwendig. Das einfachste und schonendste Verfahren ist die Punktion der erkrankten Nebenhöhle. Dadurch kann das Entzündungssekret abfließen. Um dauerhafte die Beschwerden dauerhaft zu lindern, ist häufig ein größerer Eingriff nötig, vor allem bei einer chronischen Nebenhöhlenentzündung. Dabei trägt der Arzt die erkrankte Schleimhaut in den Nebenhöhlen ab.
Prognose: Wie ist die Prognose der Nebenhöhlenentzündung?
Durch eine rechtzeitige und korrekte Behandlung heilt eine akute Nebenhöhlenentzündung meist schnell und komplikationslos ab. Bei chronischen Nebenhöhlenentzündungen bessern sich die Symptome vor allem durch eine Operation deutlich. Falls die Nebenhöhlenentzündung erneut auftritt, ist unter Umständen eine weitere Operation erforderlich.
Vorbeugung: Wie kann man einer Nebenhöhlenentzündung vorbeugen?
Ist die Atmung durch die Nase bei einem Schnupfen (Rhinitis) stark beeinträchtigt, können abschwellende Nasentropfen und bei Bedarf schleimlösende Substanzen das Risiko einer Nebenhöhlenentzündung mindern. Abschwellende Nasentropfen sollten jedoch nicht länger als einige Tage angewendet werden, da sie eine Art „Abhängigkeit“ hervorrufen können. Außerdem ist es ratsam, stets für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu sorgen. Vorbeugend wirkt es auch, die Nase regelmäßig mit Kochsalz zu spülen. Liegen anatomische Besonderheiten wie Nasenpolypen oder eine schiefe Nasenscheidewand vor, ist häufig eine Operation notwendig, um einer chronischen Nebenhöhlenentzündung vorzubeugen.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Nebenhöhlenentzündung
Autor: Maximilian Eckerland (Arzt), Dr. med. M. Waitz
medproduction, www.medproduction.de
Datum: Juli 2008
Letzte Aktualisierung: Mai 2012
Durch: Dipl.-Sportwiss. Maren Menyes
Quellen:
Boenninghaus H.-G. et al.: Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Springer, Heidelberg 2006
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin: Rhinosinusitis. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 053/012 (Stand: 02/2008)
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI): Diagnose und Therapie der Sinusitis und Polyposis nasi. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 061/015 (Stand: 08/2003)
Pade, J.: Sinusitis – Eine ernst zu nehmende Erkrankung. HNO, vol. 53, Supplement 1, pp. 4-9
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: Rhinosinusitis. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 017/049 (Stand: 03/2011)
![]() |
We comply with the HONcode standard for trustworthy health information: verify here. |

