Sportverletzungen

Ursachen: Was sind die Ursachen von Sportverletzungen?

Sportverletzungen treten beim Training, am häufigsten jedoch im Wettkampf bei Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball und Volleyball auf. Aber auch Skilaufen, Tennis, Inline-Skating und andere Sportarten bergen die Gefahr von Verletzungen. Vor allem unvorsichtiges Verhalten und wenig Übung können dazu führen, dass man mit dem Fuß umknickt, stürzt oder dass Muskeln, Bänder oder Sehnen Schaden nehmen. Männer verletzen sich häufiger beim Sport als Frauen.

Typische Sportverletzungen sind:



Beschwerden: Wie äußern sich Sportverletzungen?

Die Beschwerden hängen von der Art der Sportverletzung ab. Häufig kommt es zu einem plötzlichen Schmerz, der dazu führt, dass man das Training abbrechen muss. Die Beweglichkeit kann eingeschränkt sein (zum Beispiel bei einem Muskelriss oder einem Knochenbruch) und je nach Verletzung kann es zu Schwellungen und Blutungen kommen. Es kann aber auch sein, dass man die Verletzung gar nicht bemerkt – bei einem Marathonlauf beispielsweise ist das Schmerzempfinden durch körpereigene Hormone mitunter so herabgesetzt, dass man eine Muskelzerrung oder eine Verrenkung nicht bemerkt.

Von Sportverletzungen am häufigsten betroffene Körperteile sind (mit absteigender Häufigkeit):

  • Untere Extremitäten (Beine und Füße)
  • Obere Extremitäten (Arme und Hände)
  • Kopf
  • Rumpf


Diagnose: Wie werden Sportverletzungen diagnostiziert?

Sportverletzungen lassen sich meist bereits anhand der Schilderung des Unfallhergangs erkennen. Der Arzt führt eine gründliche körperliche Untersuchung durch, um das Ausmaß der Verletzung einzuschätzen. So prüft er beispielsweise die Beweglichkeit von verletzten Gelenken. Anschließend sind, je nach Art der Verletzung, in der Regel weitere Untersuchungen bei Sportverletzungen notwendig; sehr häufig werden Röntgen-Untersuchungen durchgeführt. Bei Kopfverletzungen beispielsweise kann auch eine Computertomografie (CT) nötig sein. Bei Meniskusschäden wird unter Umständen eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) vorgenommen.


Behandlung: Wie können Sportverletzungen behandelt werden?

Wenn man sich beim Sport verletzt, empfiehlt sich als Erstmaßnahme die sogenannte PECH-Regel:

  • P: Pause einlegen
  • E: Eis (Kühlen des verletzten Körperteils)
  • C: Compression (die verletzte Stelle abdrücken, aber nicht zu straff abbinden)
  • H: Hochlagern des verletzten Körperteils


Die weitere Behandlung hängt von der Art und dem Ausmaß der Sportverletzung ab. So reichen bei kleineren Prellungen oft Kühlen und Schonen; bei Muskel- und Bänderrissen sowie Knochenbrüchen können Operationen notwendig sein. Meniskusschäden lassen sich häufig im Rahmen von Gelenkspiegelungen behandeln.


Prognose: Wie ist die Prognose von Sportverletzungen?

Prellungen, Blutergüsse und Verstauchungen sind meist harmlose Sportverletzungen und verheilen im Allgemeinen innerhalb weniger Tage. Der Heilungsprozess von Muskel-, Bänder- und Sehnenrissen kann langwieriger sein und diese Verletzungen erfordern eine ärztliche Behandlung. Die Prognose hängt entscheidend vom Erfolg der Therapie ab. Knochenbrüche müssen häufig mehrere Wochen ruhig gestellt (zum Beispiel im Gipsverband) und gegebenenfalls operiert werden, um wieder zusammenzuheilen. In dieser Zeit darf in der Regel kein Sport ausgeübt werden, der das betroffene Körperteil belastet.


Vorbeugung: Wie kann man Sportverletzungen vorbeugen?

Generell gilt es, alle sportlichen Betätigungen mit der nötigen Vorsicht auszuüben und darauf zu achten, sich nicht zu verletzen. Je trainierter man ist, umso geringer ist das Risiko, sich weh zu tun. So treiben Leistungssportler zwar viel mehr Sport als Breitensportler; Sportverletzungen kommen bei Letzteren allerdings häufiger vor. Manche Sportarten bergen ein höheres Risiko für Verletzungen wie zum Beispiel Fußball, Inline-Skaten und Skifahren. Hier gilt es insbesondere, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen wie zum Beispiel das Tragen von Schutzkleidung (Helm, Knieschoner etc.). Vor dem Sport ist es außerdem wichtig, sich aufzuwärmen und sich zu dehnen, um Verletzungen von Muskeln, Bändern und Sehnen zu vermeiden. Sobald Schmerzen auftreten, ist es ratsam, die sportliche Betätigung zu unterbrechen.


 

 

Weitere Informationen


Buchtipps

 

 

 

 

Weitere Informationen zu Sportverletzungen

 

 

Autor: Dr. med. M. Waitz
medproduction, www.medproduction.de
Datum: Juni 2008
Letzte Aktualisierung: März 2011
Aktualisiert durch: M. Sc. Nadja Graßmeier, Ernährungswissenschaftlerin
Quellen:
Dickhuth, H.-H. et al..: Sportmedizin für Ärzte. Deutscher Ärzteverlag, Köln 2007
Engelhardt, M.: Sportverletzungen: Diagnose, Management und Begleitmaßnahmen. Urban & Fischer, München 2009
Krämer, J. et al.: Orthopädie. Springer, Heidelberg 2005
Rüter, A. et al.: Unfallchirurgie. Urban & Fischer, München 2008

Unsere Leistungen

medproduction ist Ihr kompetenter Partner für Medizinjournalismus. Unsere Medizinredaktion und unser Netzwerk freier Medical Writer sind unter anderem auf die Erstellung folgender Inhalte spezialisiert:

Anzeige
Medisuch Siegel This website is certified by Health On the Net Foundation. Click to verify. We comply with the
HONcode standard for trustworthy health
information: verify here.
Letzte Aktualisierung: 22.01.2012   |    Seite drucken seite drucken    empfehlen seite versenden 
social icons Profil | Leistungen | Medproducts | Team | Referenzen | Suche | Kontakt | Impressum | Blog | Sitemap | Jobs    © Copyright Medproduction. Alle Rechte vorbehalten.